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DIY: Kräuterschnecke

 

Endlich Frühling! Die Frühlingsgefühle steigen und immer mehr Menschen genießen die wärmer werdende frische Luft. Frisch sollte nicht nur die Luft sein, sondern auch die Kräuter, die Sie zum Kochen brauchen.

 

Der Frühling eignet sich ideal dazu, Kräuter einzupflanzen. Doch wohin? Unser Tipp: in die Kräuterschnecke. Dafür brauchen Sie nicht viel Budget und haben einen echten Hingucker im Garten. Außerdem brauchen Sie nicht besonders viel Platz, stellen Kräuter aber viel Platz zur Verfügung.

 

1. messen und graben

Der Großteil der Kräuter braucht viel Sonne und Wärme. Suchen Sie sich daher ein sonniges Plätzchen in Ihrem Garten. Stecken Sie nun mithilfe von kleinen Pflöcken und einer gespannten Schnur den Platz für die Schnecke aus.

Faustregel: Damit sich die Pflanzen gut entfalten können, brauchen Sie einen Mindestdurchmesser von rund 3 Meter. Dies entspricht ca. einer Fläche von 7 Quadratmeter. Darin haben Sie Platz für 10-15 Kräuter. Desto mehr Kräuter, je mehr Platz – eh klar.

Graben Sie die abgesteckte Fläche spatentief aus.

 

2. Fundament und Mauern

Füllen Sie nun die abgetragene Fläche mit ca. 10 Zentimeter groben Schotter auf. Dieses Fundament sorgt dafür, dass sich später keine Staunässe bilden kann.

Anschließen beginnen Sie mit dem Aufstellen der ersten Mauerreihe. Natursteine sollte mindestens faustdick sein. Diese Mauer sollte aber eine Trockenmauer sein, weshalb Sie auf Mörtel verzichten sollten. Das sieht natürlicher und schöner aus. In den Fugen können Sie später beispielsweise Thymian pflanzen. Außerdem schaffen Sie so einen Unterschlupf für nützliche Tiere, wie Eidechsen.

Nun wieder mit Schotter auffüllen und die nächste Mauer daraufsetzen. Schrittweise soll in der Mitte eine Höhe von ca. 80 Zentimetern entstehen.

 

3. füllen

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie nicht die gesamte Schnecke mit gängiger Gartenerde füllen. Sie wollen wahrscheinlich nicht das ganze „Beet“ mit den gleichen Kräutern bepflanzen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie auf den nötigen Untergrund achten.

Für die oberste und trockene Zone nehmen Sie 50% Erde und 50% Sand. Sollte die Erde generell sehr lehmig und feucht sein, können Sie auch noch Kalksplitt (im Baumarkt erhältlich) untermischen. Nach unten hin nimmt der Sandanteil immer mehr ab. In den unteren Teilen können Sie auch nährreiche Komposterde untermengen.

 

4. Regen abwarten

Da die Erde durch den Regen noch absackt, warten Sie besser ab. Erst wenn es einmal richtig „heruntergewaschen“ hat, kann das bepflanzen beginnen. Logischerweise sollte der abgesackte Teil wieder befüllt werden.

 

5. Kräuter pflanzen

Dafür ist jetzt (April und Mai) die richtige Zeit!

Neben den Klassikern können Sie sich auch im Geschäft umsehen und nach ausgefallenen Kräuterarten suchen. Wenn die Verpackung keine Beschreibung über den nötigen Untergrund enthält, fragen Sie einfach im Fachmarkt nach, in welchen Bereich (trocken oder feucht) Sie die Pflanze setzen oder sähen sollen.

 

Wir empfehlen Ihnen:

oberster/trockener Teil: Rosmarin, Lavendel, Thymian, Majoran, Salbei, …

mittlerer Teil: Estragon, Garten-Bergminze, Kapuzinerkresse, Petersilie, …

unterster/feuchter Teil: Brunnenkresse, Dill, Schnittlauch, …

 

6. Pflegen

Am Anfang müssen Sie die Pflanzen mit ausreichend Wasser versorgen. Dadurch wurzeln die Kräuter schnell ein. Später wachsen und gedeihen die Grünlinge meist ohne besondere Pflege. In heißen Trockenphasen im Sommer sollten Sie hin und wieder einfach einmal gießen.

Um das schnelle Wachsen voranzutreiben, fragen Sie einfach einmal bei Oma nach. Sie haben meistens die besten Tipps zum Hegen und Pflegen von Pflanzen.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Bauen Ihrer Kräuterschnecke. Sollten Sie ein Bauvorhaben haben, das Sie nicht selbst erledigen können, kontaktieren Sie uns einfach. Wir begleiten Sie von der Idee bis zur Einweihungsfeier.