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Welches Dach?

 

Für viele Bauherren ist das Thema Dach auch immer wieder wichtig. Neben der Auswahl von dem Material und Farbe der Ziegel, ist eben auch die Dachform entscheidend. Wir haben hier die unterschiedlichen Dachtypen und dessen Vor- und Nachteile für Sie zusammengefasst.

 

Satteldach

Das Satteldach ist die bekannteste und älteste Dachform. Bereits als Kinder malt man Häuser mit einem Satteldach. Es ist eine klassische Form, die aber auch mit den Trends des 21. Jahrhunderts mithalten kann. Durch die unterschiedlichsten Neigungsgrade und Traufenhöhen ist es möglich, dass Sie mit dieser klassischen Variante dennoch Ihr individuelles Eigenheim kreieren.

 

Außerdem ist es im Vergleich zu anderen Dachformen die günstigste und auch sehr witterungsbeständig. Dadurch, dass das Dach sehr unkompliziert auf das Haus aufzusetzen ist, keine speziellen Dämmmaterialen benötigt und eben sehr witterungsbeständig ist, ist es nicht nur in der Anschaffung günstiger, sondern auch in der Erhaltung.

 

Im Vergleich zum Flach- oder Pultdach bietet diese Dachform auch wenig Angriffsflächen für Schnee, Regen und Wind. In Gebieten, wo es gerne viel regnet, ist es ratsam, eine steilere Neigung zu wählen, da das Wasser schnell abrinnen kann. In schneereichen Regionen ist dies aber gefährlicher, da der Schnee ungehindert abrutschen könnte.

 

Als Nachteil könnte man sagen, dass durch die Schrägen des Daches, Raum im Dachbodenbereich verloren geht.

 

Walmdach

Vor allem in Kärnten ist das Walmdach eine beliebte Dachform. Das hängt möglicherweise damit zusammen, dass Häuser mit Walmdächer immer ein bisschen an den italienischen Stil erinnern.

 

Im Prinzip ist ein Walmdach ein Satteldach mit geneigten Giebelflächen. Dadurch wird auch die Angriffsmöglichkeit von dem Wind gemindert.

Wie bereits erwähnt, erinnert das Walmdach an italienische Bauten, was sich schon vom klassischen Satteldach abhebt, moderner ist, aber dennoch in regionale und ländliche Gebiete passt. Es ist also eine Art von moderner Tradition.

 

Nachteilig ist anzumerken, dass diese Dachform vor allem im Vergleich zum Satteldach etwas teurer ist und auch hier ergeben sich durch die Schrägen Einschränkungen im Dachbodenbereich.

 

Pultdach

Ursprünglich waren Pultdächer vor allem in der Industrie zu sehen. Andere Einsatzmöglichkeiten waren auch Schuppen, Abstellhütten, Garagen oder Lagerhallen. Aber bis vor einigen Jahren waren solche Dächer nicht an Wohnhäusern zu sehen.

 

Im Prinzip könnte man sagen, dass das Pultdach ein halbes Satteldach ist. Durch die Schräge ist das Anbringen einer Photovoltaik- oder Solaranlagen wirklich sinnvoll, weil das komplette Dach damit ausgestattet werden kann. So kann man die Energiekosten minimieren, was als ein sehr großer Vorteil von Pultdächern gesehen werden kann. Zudem haben auch Sie als Bewohner mehr von der Sonne, da diese Dachform mehr Licht in den Wohnraum lässt, als andere.

 

Im Vergleich zum Flachdach hat es weiteres auch den Vorteil, dass das Regenwasser auch abrinnen kann und dennoch kein Wohnraum verloren geht. Beim Eindecken ist auch nahezu alles möglich: Ziegel, Schiefer, Teer, Bitumen, Metall, …

 

Genau wie beim Flachdach verlangt diese Dachform auch spezielle Dämmverfahren, was auch kostenintensiv werden kann. Dazu aber gleich mehr.

 

Flachdach

Das Flachdach gilt als modernste Dachform und wird auch meistens bei ganz modernen Bauwerken eingesetzt.

 

Die Dachflächen können durch eine Steigung von 0% auch ideal als Wohnraum ausgenutzt werden. Terrassen oder kleine Grünflächen sind oft die Lösung dafür. Außerdem geht bei Häusern mit diesem Dach kein Platz im Haus verloren, da es absolut keine Schrägen gibt.

 

Durch die Tatsache, dass Schnee und Regen nicht abrinnen oder abrutschen können, muss beim Bau darauf geachtet werden, dass das Dach vollkommen dicht ist. Da das Wasser bzw. der Schnee am Dach liegen bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es irgendwann auch im Innenraum nass wird. Das will natürlich keiner. Deshalb muss man zu guten Dämmmaterialen und -vorgängen sowie Unterkonstruktionen greifen. Diese sind dann auch gerne mal etwas teurer.

 

Alles in allem hat jede Form seine Vor- und auch seine Nachteile und jeder Bauherr muss entscheiden, was ihm am besten gefällt. Natürlich sind bestimmte Dachformen teurer als andere, aber es sollte jedenfalls auf Ihren eigenen Geschmack geachtet werden.

 

Zu beachten ist auch, dass in jeder Gemeinde unterschiedliche Bauvorschriften gelten und diese besagen in bestimmten Regionen, dass ausschließlich Häuser mit Satteldächern gebaut werden dürfen. In solchen Fällen brauch sie immer nicht mehr die Vor- und Nachteil abwiegen.

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